Gottesdienste für Motorradfahrer/-innen

Das Jahr 1996. Ich war Pfarrer in einer evangelischen Kirchengemeinde in Mittelfranken. Was ich persönlich erlebte, sagte ich gerne weiter: Gott tut gut. Es gehört zu den schönsten Erfahrungen des Lebens, Gott kennen zu lernen und seine Freundschaft im Alltag zu erleben. Zur Freude an meinem Beruf kam noch eine andere Leidenschaft hinzu: eine BMW K 1100 RS.

Motorradfahren war für mich Entspannung pur. Ich konnte meist schon nach wenigen Kilometern abschalten. Jetzt konzentrierte ich mich nur noch auf die Straße. Auf die Umgebung. Auf die Maschine. Wenn die Ausfahrt zu Ende war, tickte ich wieder anders. Zu den Themen, die mich gerade noch sehr intensiv beschäftigten, hatte ich wieder einen gesunden Abstand. Mein Kopf war frei.

Mit dem Motorrad unterwegs sein tut gut. Mit Gott ein Leben lang unterwegs sein tut auch gut. Und wenn ich das eine mit dem anderen verbinde? Ich traf zwei Christen, die die gleiche Idee hatten: Wir bieten Gottesdienste an für Leute, die wie wir ein Kribbeln verspüren, wenn sie am Gasgriff ihres Mopeds drehen. Die auch ein breites Grinsen im Gesicht haben, wenn sie gemütlich über die Landstraße cruisen. Für die es ebenso mit zum Feinsten gehört, auf möglichst vielen Kehren einen Alpenpass nach dem anderen buchstäblich zu erfahren.

Am Sonntag, 16. Juni 1996 war es dann soweit: Im Ort Stöckach am Rande der Fränkischen Alb im Landkreis Forchheim in Oberfranken feierten wir den ersten Motorradgottesdienst. Seitdem treffen wir uns zweimal im Jahr. Für unsere Gottesdienste haben wir längst ein neues Zuhause gefunden. Auf einer wunderschönen Wiese. Vor einem Kreuz aus Holz.

Ich lade Dich nun ein, unser Angebot näher kennen zu lernen. Eine Begeisterung teilen wir schon: Du bist ein Biker/eine Bikerin wie wir und wie viele andere. Möglicherweise berührt Dich aber die andere Sache - die mit Gott - nicht wirklich. Du hast Dir Deine eigene Meinung gebildet. Du hast Deine Erfahrungen gemacht. Mit dem Leben. Mit der Kirche. Mit Menschen, die sich für etwas besonderes halten, weil sie an Gott glauben. Du bist vorsichtig geworden. Du traust nicht jedem.

Offen gesagt: Ich bin auch zurückhaltend, wenn andere ihre Frömmigkeit vor sich her tragen. Ihr wirkliches Leben hat manchmal sehr wenig mit Christus selbst zu tun. Christen sind nicht die besseren Menschen. Ich bin Jahrgang 1959. Seitdem ist eine Menge Zeit ins Land gegangen. Manches ist mir gut gelungen. Anderes war nicht der ganz große Wurf. Trotzdem: Der da oben hat zu mir gehalten. Seine Treue, seine Güte - das hat mich überzeugt. Christ bin ich zuerst und vor allem wegen Christus. Nicht wegen der anderen.

Vielleicht probierst Du es aus - das Leben mit diesem Jesus von Nazareth. Es lohnt sich. Mein Wort darauf. Mehr über Jesus Christus kannst Du in der Bibel erfahren. Das Neue Testament erzählt seine Geschichte. Es ist die Geschichte einer ganz besonderen Liebe. Einer bedingungslosen und grenzenlosen Liebe. Einer sich verschenkenden und aufopfernden Liebe. Wenn Du diese Liebesgeschichte selbst nachlesen möchtest, dann sende ich Dir gerne eine Bibel zu. Gib mir einfach Bescheid!